Berichte von 01/2016

Donnerstag, 21.01.2016

Geburtstag in Setrawa

Um euch erst einmal zu beruhigen: Mein Geburtstag am Montag war kein Tag des großen Heimwehs, sondern einfach nur schön!

... dank all der lieben Menschen hier: Linda, Leni, Meera, meine Gastfamilie, die Lehrerinnen Pooja und Suman, meine Schülerinnen und Schüler haben mir einen wunderschönen Tag gemacht!

... vieler Überraschungen – wie dem Geburtstagsfrühstück, für das Leni extra vorbeikam, den Päckchen von meiner Familie, von Meera und meiner Gastfamilie, meinen lieben Freundinnen aus Deutschland und Setrawa bzw. Jodhpur, leckerem Geburtstagsessen und, und, und...

... dank einzigartigem Chapatti-Nutella-Cashew-Kuchen von Linda, superleckerem Oreo-Kuchen von Leni, genialem Spezialkuchen von Meera aus dem Dampfkochtopf (wir haben ja keinen Ofen), und der indischen Tradition, dass das Geburtstagskind von allen Gästen gefüttert wird.

... der vielen lieben Geburtstagsgrüße von nah und fern!

Sonntag, 17.01.2016

Zwei Welten

Jaaaa, ihr sehr richtig: auf dem Bild seht ihr meine Familie! Über Weihnachten und Silvester (Frohes Neues euch allen!!) habe ich nämlich Besuch bekommen und wir haben gemeinsam Jodhpur und einige andere Städte Rajasthans bereist. Doch das große Wiedersehen fand woanders, am allerwichtigsten Ort, statt: natürlich in Setrawa!

Beziehungsweise nicht ganz, wie sollte es auch planmäßig laufen? Genau an diesem Tag hatte der Bus nach Setrawa, mit dem wir das letzte halbe Jahr ohne Probleme alle zwei Wochen gefahren sind, eine Panne. Aber naja, „No problem!“, ich bin mit Meera in einen Jeep gestiegen und die letzten paar Kilometer zurückgefahren. Und dann stand da in einer Menschentraube meine Familie! Ja, die Story hat für so viel Aufsehen gesorgt, dass wir am nächsten Tag sogar in der Zeitung waren.

     

Die letzten Wochen sind dann wie im Flug vergangen. Ich kann nur sagen, dass es wunderschön und gleichzeitig auch seltsam war, ein Stückchen Deutschland nach Indien gebracht zu bekommen: Plätzchen zu essen, mit meiner deutschen und meiner indischen Familie gemeinsam auf dem Dach zu sitzen, meinen Eltern und meinem Bruder Setrawa zu zeigen... und wieder als Touri behandelt zu werden.

Denn für Weihnachten ging es erst einmal zu den anderen Freiwilligen nach Jodhpur, wo wir nett gegessen haben und anschließend zu neunt (plus Fahrer!) in eine Rikscha gequetscht zu der einzigen Kirche weit und breit gefahren sind. Und falls es bis dahin an Weihnachtsstimmung gemangelt hatte, wurde das definitiv von der Kirchendekoration wieder wett gemacht. Als während „Silent night, holy night“ die Begleitung wegen eines Stromausfalls wegfiel (wir sind eben doch noch in Indien...), haben wir neun kurzerhand die deutsche Version angestimmt. Und mit dem Kaffee und Christstollen(-ähnlichem Gebäck) danach war die Weihnachtsstimmung perfekt!

      

Dann ging es mit meiner Familie nach Pushkar. einen hinduistischen Pilgerort...

          

 ...dann in das Dorf Mandawa...

 ...und nach Bikaner mit Kamelsafari und einem Besuch im berühmten Rattentempel...

 

...und mit dem Zug zurück nach Jodhpur für Silvester.

 An Neujahr gings weiter nach Bundi...

 ...und Begun, in ein riesiges, halb verfallenes Schloss mit einer großen Dienerschaar... 

...und schließlich über Chittogarh nach Udaipur, das „Venedig Asiens“, wo wir Linda wiedergetroffen haben.

      

Am nächsten Tag hieß es dann schon Abschied nehmen, weil unser Zwischenseminar anstand. 20km von Udaipur entfernt, in Kaya, haben wir während einer Woche andere Freiwillige von weltwärts kennengelernt, viel geredet und jede Menge Spaß gehabt!