Mittwoch, 08.07.2015

Auf nach Setrawa! Bald geht es los

Hallo, ich bin Hannah und werde ab August ein Jahr lang in einem indischen Dorf leben. Von Stuttgart nach Setrawa! Ich habe dieses Jahr am Eberhard-Ludwigs-Gymnasium mein Abitur gemacht, spiele seit 13 Jahren Geige und ich liebe Tanzen, Skifahren und Reisen. Jetzt will ich meine Chance nutzen: die Zeit zwischen Schule und Studium.

Während des nächsten Jahres möchte ich über meinen "Tellerrand" hinausschauen und mich auf die Indien und seine Überraschungen einlassen. Das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung untzerstützt meine Organisation Volunta - Rotes Kreuz Hessen (www.volunta.de) darin, Freiwillige wie mich in andere Länder zu entsenden. Allerdings reicht diese Unterstützung nicht aus und Volunta ist für ihre Projekte auf Spenden angewiesen. Ich freue mich über jeden, der mit einer kleinen Spende Volunta und ihre Partnerorganisationen unterstützen möchte. Schreibt mir einfach eine Mail an Hannah.lange@gmx.net.

 

Doch zunächst einmal: Was wird mich in Indien erwarten?

SONNE, die wird mich und meine Mitfreiwilligen auf jeden Fall erwarten. Setrawa ist ein kleines Dorf mit ca. 3000 Einwohnern, das am Rande der großen indischen Wüste Thar liegt. Bei meiner Ankunft werden mich Durchschnittstemperaturen von ca. 35 °C und die Monsunzeit erwarten. Der indische Winter von Oktober bis Februar gilt mit Temperaturen von rund 25°C als die für uns Europäer angenehmste Zeit, aber es kann auch richtig heiss werden: um die 50 °C zwischen Mai und Juli!

EMPOWERMENT CENTER: Während meiner Zeit in Setrawa werde ich in einem Frauenzentrum arbeiten. Setrawa liegt in einer konservativen und sehr traditionellen Gegend Indiens, in der der Großteil der weiblichen Bevölkerung noch immer kaum eigene Entscheidungen treffen kann und ein benachteiligtes Leben führt. Nur 8% der Rajasthani-Frauen können lesen und schreiben. Das Frauenzentrum der indischen Organisation Sambhali Trust versucht, Mädchen, Frauen und deren Familien zu stärken, beispielsweise durch Bildung, Hygieneaufklärung und Workshops zu anderen wichtigen Themen.

TIEFERES VERSTÄNDNIS für die indische Kultur und Lebensweise erhoffe ich mir. Ich wünsche mir, dass ich ganz viele neue Menschen kennenlernen werde, in meinem Projekt, meiner Gastfamilie und in Setrawa ganz allgemein. Ich freue mich, dass ich ihren Alltag teilen werde, ganz anders als auf meinen bisherigen Reisen als Touristin.

REISEN und Neues entdecken – das ist für mich sehr wichtig.

ABSCHIED. Von Stuttgart nach Setrawa, das ist eine große und lange Reise. Das ist aufregend, aber auch beängstigend für mich. Meine Familie, Freunde, Schule: Von euch werde ich für lange Zeit Abschied nehmen müssen. Trotzdem: Abschied zu nehmen bedeutet ja auch, an einem anderen Ort anzukommen. Und wie meine Urgroßmutter immer gesagt hat: „Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erzählen“.

WASSERKNAPPHEIT, Stromausfälle, Hygienemangel – Probleme, die ich aus Deutschland nicht kenne, werden ein Jahr lang auch für mich alltäglich sein. Ich hoffe, dass ich dadurch einen anderen Blick auf unsere Lebensweise bekomme.

ABENTEUER, ich komme!